Skip to Content
Menü

Austrian Airlines drohen im Sommer neuerlich Flugausfälle

Bei Austrian Airlines sind über den Sommer erneut Flugausfälle möglich, denn der Konflikt um einen neuen Kollektivvertrag für die über 4.000 Flugbegleiter und Piloten ist neu entflammt. Beide Seiten werfen einander vor, eine Grundsatzeinigung nachverhandeln zu wollen.

Foto: Austrian Airlines / Michele Pauty
Airbus A319 von Austrian Airlines |  Foto: Austrian Airlines / Michele Pauty

Die Gewerkschaft drohte am Dienstag mit Betriebsversammlungen Ende Juli. Nach der Einigung auf das Eckpunktepapier hätte der fertig ausformulierte Vertragstext eigentlich am 18. Juni unterschrieben werden sollen.

Stattdessen sei er vom Unternehmen wieder aufgeschnürt und neue Forderungen auf den Tisch gelegt worden, kritisierte der Bordbetriebsrat. „Diese Vorgehensweise ist zutiefst irritierend", erklärte Belegschaftsvertreter und vida-Gewerkschafter Johannes Schwarcz per Aussendung. Er warf der AUA-Führung vor, sich zu weigern, zu dem Anfang Mai abgesegneten Eckpunktepapier zu stehen.

Dem trat Austrian-Sprecher Peter Thier entgegen: „Für uns ist der Abbruch der Nachverhandlungen völlig unverständlich und nicht nachvollziehbar. Wir sind jederzeit unterschriftsbereit und stehen zur Vereinbarung". Es sei bei der Ausformulierung des Kollektivvertrags zuletzt nur noch ein Detailpunkt offen gewesen - nämlich die Mehrleistungsfaktorisierung bei Teilzeit-Piloten, sagte der Unternehmenssprecher zur APA.

Die KV-Verhandlungen hatten bereits im Frühjahr für Flugausfälle gesorgt. Diese drohen nun erneut. Sollte nicht umgehend eine Lösung auf dem Tisch liegen, dann werde das Personal im Sommer im Rahmen von Betriebsversammlungen umfassend informiert, hielten die Betriebsräte fest. Die Versammlungen sind für Ende Juli geplant, wie es gegenüber der APA hieß. (apa/red) 





Weitere Artikel zu diesem Thema

Foto: Austrian Airlines

Austrian Airlines: Deutliches Passagierplus im ersten Quartal
flug


Foto: Lufthansa

Deutschland: Gewerkschaft droht Lufthansa mit Streik
flug


CEO Alexis von Hoensbroech - Foto: Austrian Airlines / Michèle Pauty

Austrian Airlines: Gewinn sinkt wegen hoher Treibstoffkosten
flug