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Wie Business Traveller klimaverträglich reisen

„Ein Weg Flug, ein Weg Zug“ – das ist nur einer der Ansatzpunkte, um den CO2-Ausstoß auf privaten und auf geschäftlichen Reisen zu reduzieren, die VCÖ-Verkehrspolitiker Markus Gansterer auf der abta Business Travel Lounge präsentierte.

Foto: abta
Foto: abta Mag. Markus Gansterer / VCÖ

„Klimaverträgliches Reisen“ im Geschäftsreiseverkehr sei eine „harte Nuss“, bekannte VCÖ-Mann Gansterer, liege doch die Intensität des Ortswechsels und speziell der Flugreisen in diesem Sektor naturgemäß deutlich über dem Niveau der Alltagsmobilität. Trotzdem sieht Gansterer, der sich im VCÖ (Motto: „Mobilität mit Zukunft“) den Bereichen Technologie und Ökonomie widmet, Ansatzpunkte, um den CO2-Ausstoß auch im geschäftlichen Alltag zu reduzieren.

So schlägt er vor, Geschäftsreisen nach dem Motto „Ein Weg Flug, ein Weg Zug“ abzuwickeln, wofür er einige Unternehmen als Beispiele nannte, die diese Strategie bereits mit Erfolg umsetzten. Bei 3,9 Millionen Geschäftsreisen pro Jahr sei da schon ein beachtliches CO2-Reduktionspotenzial gegeben. Ein weiterer, allerdings nicht gerade neuer Ansatzpunkt sei die Ausweitung von Videokonferenzen.

Wenig Zeitgewinn

bei kurzen Flügen Um das Verkehrsaufkommen insgesamt zu reduzieren, schlägt Gansterer ein abgestuftes Procedere vor: Vermeiden, Verkehr verlagern, Effizienz verbessern und auf Erneuerbare umstellen. Er wies darauf hin, dass 40% der Flugreisen ab Wien über Distanzen von weniger als 800km gehen. „Hier kann man ansetzen und auf die Bahn verlagern“, so Gansterer. Flüge bis 400km haben einen Anteil von 7%, solche zwischen 401 und 600km liegen bei 9%. Beim Umstieg auf die Bahn, etwa in der Relation Wien - München, reduziert sich der CO2-Verbrauch von 131kg (Flug) auf 10kg (Bahn).

Der Zeitgewinn beim Fliegen sei gegenüber der Bahn auf kürzeren Strecken auch nicht umwerfend: Von Wien nach Frankfurt fliegt man eine Stunde, braucht aber 3,5 Stunden für Anfahrt, Abfertigung und dergleichen. Die Bahnreisezeit beträgt hier, so Gansterer, etwas mehr als sechs Stunden, die Anfahrt etc. aber nur 1,5 Stunden.

In diesem Sinne sprach sich der Vortragende für einen raschen Ausbau der Bahn-Direktverbindungen aus: „Alle Großstädte Europas sollen untereinander per Bahn verbunden sein, entweder direkt oder mit einmaligem gesicherten Umsteigen. Bahnfahrgäste haben eine hohe Bereitschaft, Nachtreisezüge zu nutzen. Es bietet sich also ein Ausbau der Nachtzüge an“. EZ





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