Die finnische Fluggesellschaft Finnair bietet ab dieser Woche den weltweit längsten Linienflug mit Biotreibstoff an - von Amsterdam nach Helsinki.
Nachdem die Lufthansa seit dieser Woche zwischen Frankfurt und Hamburg Biosprit zum Einsatz bringt, ziehen andere Fluglinien nach. Finnair verwendet ebenfalls ab dieser Woche auf dem flug zwischen Amsterdam und Helsinki Flugbenzin mit einem Anteil von 50% Biotreibstoff aus recyceltem Pflanzenöl.
Finnair betreibt zunächst drei Flüge von Amsterdam nach Helsinki pro Woche mit dem umweltfreundlichen Treibstoff. Das finnische Unternehmen und der niederländische Biokraftstofflieferant SkyNRG arbeiten auf diesem Gebiet eng zusammen. SkyNRG betankt die Finnair-Maschinen am Flughafen Schiphol in Amsterdam. Beide sehen große Chancen für mehr Nachhaltigkeit im Flugverkehr, da sich langfristig bis zu 80% der Emissionen der Luftfahrtbranche reduzieren lassen. „95% der Emissionen von Fluglinien stammen von den Triebwerken während des Flugs. Das Wichtigste, das eine Airline für die Umwelt tun kann, ist die Nutzung moderner Flugzeuge, die geringere Emissionen erzeugen“, erklärt Kati Ihamäki, Finnairs Vice President, Sustainable Development.
Mit dem Einsatz von Biokraftstoffen möchte Finnair den Ausstoß von Emissionen weiter senken. Für den Flugbetrieb nutzt die Airline nur jene Ressourcen, die sozial, ökologisch und wirtschaftlich nachhaltig sind. So muss beispielsweise der Anbau von Biomasse zur Kraftstoffherstellung deutlich zur Senkung der Treibhausgasemissionen beitragen, darf nicht auf Kosten der Nahrungsmittelproduktion gehen und weder Abholzung noch den Abbau der biologischen Vielfalt nach sich ziehen. (red)
Leider wird sehr viel Schindluder unter dem Deckmantel Umweltschutz betrieben sh. die ZDF Doku “Der Pakt mit dem Panda”
David am 20. Jul 2011, 12:10 #
Die Nachhaltigkeits-Zertifikate für sogenannte “Biotreibstoffe” sind nichts weiter als Etikettenschwindel und Greenwashing. Es gibt unzählige Studien über die negative Umweltbilanz von Agrotreibstoffen.
Hier 2 Dokumente dazu:
Reuters-Bericht über die neuesten Studien, die von der EU in Auftrag gegeben wurden, die Veröffentlichung aber verhindert wird.
http://www.reuters.com/article/2011/07/08/us-eu-biofuels-idUSTRE76726B20110708
Erklärung von mehr als 200 Umweltorganisationen:
http://www.regenwald.org/files/10-08-DEUTSCH-RSPO.pdf